Am 24. Oktober haben sich im Großen Saal des Kulturzentrums rund 40 Personen getroffen, die sich in (post-)migrantischen Organisationen oder als Menschen mit eigener Migrationsgeschichte ehrenamtlich im kulturellen, gesellschaftlichen oder sozialen Bereich engagieren. Viele kannten sich aus früheren Begegnungen, andere waren zum ersten Mal dabei. In den vergangenen Jahren waren Kontakte abgebrochen, Zuständigkeiten hatten sich verändert und einige Netzwerke waren eingeschlafen. Gleichzeitig erreichen viele dieser engagierten Menschen unterschiedliche Communities und tragen Wissen und Informationen weiter. Für uns als Verwaltung, den Integrationsrat und die Integrationsbeauftragte war dieser direkte Austausch deshalb besonders wichtig – um Beziehungen neu zu knüpfen, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Sichtbarkeit von Stimmen mit Migrationsgeschichte zu stärken.
Ein spielerischer Einstieg
Zum Warmwerden wurde ein kurzes Aufsteh-Spiel genutzt. Die Fragen waren persönlich, leicht und verbindend – zum Beispiel, wer schon einmal ein Projekt mit wenig Geld geschafft hat oder wer durch Engagement neue Freundschaften gewonnen hat. Das brachte viele zum Schmunzeln und machte deutlich, wie viele Gemeinsamkeiten die Runde verbindet.
Connect Session: Austausch, der schnell konkret wurde
In Kleingruppen erzählten die Teilnehmenden von ihren Projekten, ihrer Motivation und den Themen, die sie beschäftigen. Besonders schön zu sehen war, wie schnell sich gegenseitige Unterstützung ergab – von Raumangeboten über Hilfen bei der Verbreitung von Informationen bis hin zu Ideen für gemeinsame Aktionen. Mehrere Stimmen sagten, wie selten diese Begegnungen eigentlich stattfinden und wie sehr sie gefehlt haben.
Gallery Walk
Beim Gallery Walk wurden die zuvor ausgefüllten Steckbriefe der Teilnehmenden an Stellwänden angebracht. So konnten alle in Ruhe nachlesen, welches/r Verein/Projekt vertreten ist, welche Themen dort wichtig sind und wo gerade Unterstützung gebraucht wird. Viele kamen ins Gespräch, weil sie in den Steckbriefen etwas entdeckt haben, das sie verbindet oder neugierig gemacht hat.
Info- und Talk-Session: acht Thementische – einer besonders gefragt
Teil des Programms waren auch acht Thementischen. Besonders stark besucht war der Tisch der Ersten Bürgermeisterin – viele nutzten die Gelegenheit, direkt über Herausforderungen, Hürden und Chancen zu sprechen. Weitere Tische boten Austausch zu:
- Integrationsrat Ludwigsburg
- Landesverband (post-)migrantischer Organisationen Baden-Württemberg (LpMO)
- Ludwigsburg als Arbeitgeberin
- Projekt „Ludwigsburg Gemeinsam“
- Projekt „Ludwigsburg gegen Rassismus“
- Videoprojekt „Ludwigsburg inspiriert – Gesichter und Geschichten der Vielfalt“
- einem freien Tisch für eigene Themen und Ideen
Pulse Check: Was die Rückmeldungen zeigen
Die anonyme Abschlussumfrage ergab ein klares Bild:
- Der Abend wurde überwiegend sehr positiv bewertet.
- Viele wünschten sich mehr Zeit und mehr offenen Austausch.
- Der Wunsch nach regelmäßigen Treffen war sehr deutlich.
- In der Themenwolke für das nächste Treffen standen besonders oft: Integration, Vernetzung, Bildung, neue Ziele und Dialog.
Ausblick
Wir nehmen die Rückmeldungen direkt mit in die Planung. Community Connect soll regelmäßig stattfinden – mit noch mehr Raum für Gespräche, niedrigschwellige Beteiligung und direktere Wege in die Verwaltung. Für viele war das Treffen ein Anfang. Genau daran wollen wir anknüpfen.
Bildergalerie:
Bilder: © 2025, Stadt Ludwigsburg








